Wissen, was im Unternehmen läuft: Fragen reicht nicht immer!

Das Feedback der Mitarbeitenden ist zwar manchmal schmerzhaft, aber immer gut. Denn ein besseres Klima am Arbeitsplatz macht nicht nur Ihre Mitarbeitenden glücklich, sondern letzten Endes auch Sie. Glückliche Mitarbeitende fehlen seltener, sind produktiver bei der Arbeit und bleiben Ihrem Unternehmen länger treu. Aber woher wissen Sie, ob dies auch auf Ihre Mitarbeitenden zutrifft?

Eine Mitarbeiterbefragung kann helfen, diese Informationen ans Tageslicht zu bringen. Damit Sie auch tatsächlich nützliche Antworten erhalten, sind hier unsere zehn Regeln für die Personalbefragung:

  1. Anzahl Teilnehmer

Eine Mitarbeiterbefragung ist sehr zeitintensiv, vor allem auch die Auswertung. Unter Umständen macht es keinen Sinn, alle Mitarbeitenden zu befragen. Eruieren Sie zuerst die «Problemzonen» im Betrieb und entscheiden Sie dann, welche Mitarbeitende Sie zu einer Befragung aufbieten.

  1. Zeit pro Teilnehmer

Die Mitarbeitenden dürfen sich keines Falls gestresst fühlen. Achten Sie auf eine angenehme Atmosphäre und planen Sie genügend Zeit ein. Damit Sie zu aussagekräftigen Antworten kommen, welche nachhaltig sind, benötigen die Teilnehmenden genügend Zeit und Raum. Achten Sie darauf, dass der Fragebogen nicht zu lange ist. Wenn sich dieMitarbeitenden zu lange auf die Fragen konzentrieren müssen, kann es sein, dass sie die Fragen genervt und nicht mehr ehrlich beantworten. Die Befragung sollte insgesamt nicht länger als 60 Minuten dauern.

  1. Klare Formulierungen

Die Fragen sollten klar und verständlich formuliert sein. Wenn Ihre Mitarbeitenden die Fragen nicht verstehen, werden diese nicht korrekt beantwortet und sie fühlen sich schlimmsten Falls überfordert.

  1. So kurz wie möglich, so lange wie nötig

Formulieren Sie Ihre Fragen so kurz und knapp wie nur möglich. Bei zu langen Fragestellungen riskieren Sie sonst, dass die Mitarbeiter ob der Frage verwirrt sind. Darunter leidet dann wiederum die Qualität der Antwort. Damit die Frage klar ist und keine Missverständnisse auftreten, sollte sie trotzdem alle relevanten Informationen enthalten.

  1. Angemessene Sprache

Passen Sie die Formulierungen der Sprache Ihrer Mitarbeitenden an. Schliesslich wollen diese Ihre Fragen verstehen, um eine aussagekräftige Antwort zu liefern.

  1. Keine Fremdwörter

Nur weil eine Frage viele Fremdwörter enthält, ist es noch lange keinen gute Frage. Im Gegenteil, sie bringt die Gefahr mit sich, dass die Frage nicht verstanden wird und folglich auch nicht beantwortet werden kann.

  1. Keine Abkürzungen

Mit den Abkürzungen verhält es sich ähnlich wie mit den Fremdwörtern. Mit Ausnahme von alltäglichen internen Abkürzungen, von denen Sie mit absoluter Sicherheit sagen können, dass jeder sie kennt, bringen Sie mehr Verwirrung als Klarheit.

  1. Bezug auf Sachverhalt

Wenn eine Fragen zwei oder mehr Dinge gleichzeitig abfragt, ist hinterher nicht mehr klar, worauf sich die Antwort bezieht. Deshalb sollte sich die Frage im vornherein nur auf einen Aspekt beziehen. Beispielsweise: «Was möchten Sie konkret an Ihren Arbeitsabläufen verbessern?»

  1. Keine doppelten Verneinungen

Sie stiften definitiv am meisten Verwirrung und sind deshalb unter allen Umständen zu vermeiden: doppelte Verneinungen wie beispielweise „nicht unzufrieden“ oder „nicht unmotiviert“. Ebenfalls zu vermeiden sind Fragen, welche die Richtung der Antwort bereits vorgeben. Anstatt zu fragen „Finden Sie unser neues Firmenlogo nicht auch gut?“ empfiehlt sich die Formulierung „Wie finden Sie unser neues Firmenlogo?“. So hat der Mitarbeitende nicht das Gefühl, er müsse die Frage bejahen.

  1. Sag niemals nie

Absolute Begriffe wie „immer“ und „nie“ sind zu endgültig und lassen denMitarbeitenden zu wenig Spielraum für Antworten. Verwenden Sie stattdessen offene Formulierungen wie „im Allgemeinen“ oder „meistens“.

 

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