Wandel gefordert – vom Mitarbeitenden zum Mitunternehmer

Die Anforderungen an Unternehmen werden immer höher, sei es in puncto Kosten, Prozesse oder Führungsfähigkeit. Dabei hat die Vorstellung des alleskönnenden Patrons auch im KMU ausgedient. Gefragt sind Mitarbeitende, die sich als Mitunternehmer verstehen. Denn nur so können Veränderungen rasch und gleichzeitig sozial verträglich ausgestaltet werden.

Was aber braucht es, um Mitarbeitende zu Unternehmern zu machen? Und ist das überhaupt möglich? Ja ist es, so glaube ich. Es braucht einfach Zeit und eine Unmenge an emotionaler Energie. Denn: Als Unternehmer geboren wurden niemand. Vielmehr ist Unternehmertum ein Sozialisierungsprozess, der zu unternehmerischen Eigenschaften führt. Darunter etwa:

  • Hohe Risikobereitschaft
  • Relevante Sozialkompetenz
  • (Selbst-)Verantwortungsgefühl
  • Signifikante Leistungsbereitschaft
  • Hohe emotionale Belastbarkeit

Natürlich bietet es sich an, jene Mitarbeitende zu Mitunternehmern zu machen, welche einige dieser Eigenschaften schon mitbringen. Alle erforderlichen Persönlichkeitsmerkmale werden sie jedoch selten haben – sonst wären sie selbst schon Unternehmer.

Wie aber verändert man Persönlichkeit:

  • Klare Zielsetzung: Definieren Sie ein Ziel, zu welchem sich der Mitarbeitende bekennt. Zeigen sie einen Weg zur Zielerreichung auf.
  • Bedingungslose Entscheidung einfordern: Mal ausprobieren gibt es nicht mehr! Entweder wir machen das, oder nicht. Dabei gilt es hinter die Fassade der Person zu blicken und ggf. auch finanzielle Konsequenzen zu setzen.
  • Emotionale Nähe: Bei aller Ambition und Härte im Markt gilt es die emotionalen Effekte abzufedern, die Person eng zu führen und zu coachen.
  • Aktive Kommunikation: Sprechen sie regelmässig miteinander, was gut und was schlecht läuft. Konfrontation ist dabei im Kleinen sinnvoll, denn Ihr schlechtes Bauchgefühl stimmt meistens – sprechen Sie es an und geben Sie dem Mitstreiter die Gelegenheit, sich zu ändern.
  • Nur an Taten glauben: Ich glaube nur noch das, was ich sehe. Menschen sagen nicht immer die Wahrheit, ja häufig belügen sie sich sogar selbst.
  • Schnell vorgehen: Ob jemand sich gut entwickelt oder nicht, sehen Sie schnell. Geben Sie sich nicht zu viel Zeit.

Und: Schaffen Sie sich einen Coach oder Mentor an: jemand, der Sie kennt/kennenlernt und Sie in diesem (nicht immer einfachen) Prozess unterstützt. cdg Beratungen hilft gerne.

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